Wandaufbau & Zugfestigkeit der Rohrinnensanierung

Zugfestigkeit der Rohrinnensanierung

Wandaufbau & Zugfestigkeit sprechen für Zweitsanierung

Das neue Rohr im Rohr von Tubus System hält 50 Jahre und ist danach mit gleichem Verfahren wiedersanierbar. Nach einer Oberflächenbehandlung und einer Zweitsanierung im trockenen Zustand sprechen Kenndaten wie Rohrwandaufbau und Haftzugfestigkeit für eine weitere Nutzungsdauer von 50 Jahren.

Im Präsentationsgespräch fragen unsere Kunden oftmals: „Können die von ihnen sanierten Abwasserrohre im Anschluss wiederum mit Ihrem System saniert werden oder müssen die dann herausgerissen werden?“ Unsere Antwort: „Nein, sie müssen nicht herausreißen. Sie können wieder mit unserem Verfahren sanieren. Die Rohre werden vorbehandelt und anschließend saniert. Das neue Material verbindet sich hervorragend mit dem „alten“ Rohr im Rohr. Sie erhalten wiederum ein neues, selbsttragendes Rohr mit 50 Jahren Nutzungsdauer.“ Woher wir das wissen? Wir haben es testen lassen.

Der Testaufbau

Getestet wurde in einem akkreditierten, unabhängigen Labor die sogenannte „Machbarkeit eines nachträglichen Wanddickenaufbaus“. Dafür wurden drei SML Rohrabschnitte DN 100 aus Rohrleitungen entnommen, welche nach einer vorherigen Oberflächenbehandlung wiederbeschichtet wurden. Getestet wurden die Kenngrößen Haftzugfestigkeit sowie der Wandaufbau der Proben hinsichtlich der Verfahrensweise der „Zweitsanierung“: einer Sanierung in voller Rohrfunktion (Rohrleitung nicht trocken) und einer Sanierung nach Absperrung des Abwasserrohres (Rohrleitung trocken).

Schichtdicke und Homogenität

Da die Sanierung halbautomatisiert und überwiegend durch Handarbeit durchgeführt wird, ist die Schichtdicke über den Strang verteilt nicht homogen. Es sind grundsätzlich Abweichungen von ± 0,5 mm Schichtdicke möglich, welche die Statik des eigenständigen neuen Rohres jedoch nicht beeinträchtigt. Laut DIBt Zulassung bauen wir neue Rohre mit einer Mindestwanddicke von 2,5 mm. Ein vorheriger Test bestätigte uns, dass die Statik des neuen Rohres erst ab einer Rohrwanddicke von weniger 1 mm beeinträchtigt wäre. Der Querschnitt der Materialproben zeigte dagegen eine sehr gleichmäßige Verteilung des Glasfaseranteils über den gesamten Querschnitt und ist mikroskopisch gut zu erkennen (siehe Foto).

Wandaufbau Relining

Der Schichtaufbau der zweitsanierten Rohres

Beim Auftragen des Reaktionsharzes in mehreren Einzelschichten gemäß dem Verfahrenshandbuch wird ein über den gesamten Querschnitt homogener Werkstoffverbund hergestellt. Durch den Aufbau einer weiteren Sprühschicht auf der vollständig ausgehärteten Rohroberfläche wird ein Haftverbund über eine Verklebung durch das Reaktionsharzsystem hergestellt. An den Probestücken aus den zur Nachbeschichtung „stillgelegten“ Abwasserrohren ist diese Grenzlinie durch die Verfärbung im Grenzflächenbereich zum nachträglichen Wanddickenaufbau erkennbar. Der Querschnitt der Rohrleitung, welche „in Funktion“ nachbeschichtet wurde, zeigte dagegen größere Lufteinschlüsse und Verschmutzungen im Grenzflächenbereich. Daher ist eine Nachsanierung in dieser Konstellation wie auch schon bei der Erstsanierung nicht anzuraten. Auch hier werden die zu sanierenden Rohre im laufenden Kundenbetrieb in kleine Bauabschnitte unterteilt, um diese für kurze Zeit stillzulegen und so im trockenen Zustand zu sanieren.

Haftverbund

Die Zugfestigkeit der Rohrwandschichten

Zur Ermittlung der interlaminaren Zugfestigkeit wurden sechs Probekörper pro Rohrabschnitt untersucht, die mit Prüfstempel senkrecht verklebt wurden. Die Prüfergebnisse der Haftzugprüfung an den Probekörpern, aus den bei der Nachbeschichtung stillgelegten Rohrabschnitten, wiesen eine typische Abreißfestigkeit auf. Der Wert lag mit 3,85 N/mm2 bzw. 4,34 N/mm2 im Normalbereich, einer für GFK-Laminate typische Abreißfestigkeit von > 3,5 N/mm2 (nach DIN EN 13121-3:2016-10) zwischen den Materialschichten.  Dies zeigt, dass durch entsprechende Oberflächenvorbehandlung ein guter Haftverbund hergestellt werden kann. Die Schichten von der Erst- und der Zweitsanierung sind so gut miteinander verbunden, dass sie nicht einfach voneinander getrennt werden können. Das verhindert Hinterläufigkeit und Undichtigkeit und sichert Ihnen die nächsten 50 Jahre Ruhe mit den Abwasserrohren.

 Haftzugfestigkeit

Ob nun Erst- oder Zweitsanierung von Abwasserrohren aus SML, Kunststoff, Asbest mit dem Tubus System Verfahren: Haben Sie Probleme mit ihrem Abwassersystem? Wir sind immer für Sie da.

 

Kontakt

Fotos: Siebert & Knipschild

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