Tubus System verhindert Gebäudeschäden

VERSCHLEPPTE SANIERUNG?

Am 5. April 2016 fand das 1. Hamburger Verwalter-Frühstück statt, zu dem Tubus System und die WEG-Bank eingeladen hatten. Neben Informationen zur Rohrsanierung und Kreditvergabe für Wohnungseigentümergemeinschaften gab es rechtliche Details aus erster Hand: Dr. Olaf Riecke, Richter am Amtsgericht Hamburg-Blankenese, diskutierte mit den Teilnehmern über Abwasserrohrnetze und verschleppte Sanierungen.

 
Beim 1. Hamburger Verwalter-Frühstück wurde klar: Die Strangsanierung mit dem innovativen Tubus System hat für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) und ihre Verwalter nur Vorteile. Der Aufwand ist geringer, es fallen weniger Kosten an und Stress mit Mietern und Eigentümern ist nahezu unbekannt.

 
Matthias von Hauff, Vorstand der WEG Bank AG, erklärte den anwesenden Verwaltern, wie unkompliziert ein Sanierungskredit bei seiner Bank beantragt werden kann. Die Bank benötigt weder Auskünfte noch Sicherheiten der Wohnungsbesitzer. Die niedrigen Raten lassen sich ohne große Einschränkungen von den Miteigentümern stemmen. Nach der Sanierung steige außerdem der Wert der gesamten Wohnanlage.

 
Roger Schneider von der Tubus System GmbH stellte das einzige von der DIBt in Deutschland zugelassene Spraysystem zur Regen- und Abwasserrohrsanierung vor. Die Technologie aus Schweden ist seit rund 19 Jahren mit über 50.000 Anwendungen im Einsatz. Neben viel Zeit spare das System viel Geld, vermeide Baustellen und schone außerdem die Nerven aller Beteiligten.


Äußerst spannend waren die Ausführungen von Dr. Olaf Riecke, Richter am Amtsgericht Hamburg-Blankenese. Der Jurist mit Spezialisierung auf Miet- und Wohneigentumsrecht erklärte an einem konkreten Beispiel (BGH, V ZR 9/14, zur feuchten Kellerwohnung: Die Verpflichtung zum Schadensersatz trifft diejenigen Eigentümer, die schuldhaft entweder untätig geblieben sind oder nicht für die erforderliche Maßnahme gestimmt oder sich enthalten haben), wie das bewusste Verschleppen einer Sanierung zu erheblichen Mehrkosten für sich verweigernde Wohnungseigentümer führen kann. Entscheidet sich etwa die Mehrheit einer WEG gegen eine günstige und schnelle Rohrsanierung (z. B. durch Tubus System), obwohl dringender Handlungsbedarf gegeben ist, sollte der Versammlungsleiter die Namen der „Verweigerer“ im Protokoll der Eigentümerversammlung festhalten.

 
Als Folge der verschleppten Sanierung entstehen Schäden, auf welche die Gebäudeversicherung mit erhöhten Prämien reagiert und gleichzeitig die Kündigung androht. Allerdings sind die Rohre inzwischen so kaputt, dass sie die erforderliche Reinigung vor der Tubus-Sanierung nicht mehr überstehen. Deshalb müssen alle Rohre konventionell ausgetauscht werden. Die juristische Wahrheit ist noch schmerzhafter: Für die erheblichen Mehrkosten können alle sich verweigernden Wohnungseigentümer belangt werden, denn sie sind namentlich im Protokoll genannt. Verwalter sollten daher genau darüber aufklären, welche Folgen die Ablehnung einer dringenden Sanierung hat.

Dr. Riecke erläuterte weiterhin, dass ein Abwasserrohrnetz in seinen Augen Gemeinschaftseigentum und kein Sondereigentum sei. Daher müsse es auch von der Gemeinschaft saniert und bezahlt werden.

 
Aufgrund der hervorragenden Resonanz in Hamburg sind weitere Verwalter-Frühstücke in ganz Deutschland geplant.

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