Rohrsanierung im Beschichtungsverfahren

Sanierte Abwasserleitungen zur Gebäudeentwässerung 

Im Beschichtungsverfahren werden Abwasserrohre von innen saniert, indem Schicht für Schicht ein neues Rohr gebaut wird. Das Sprühschleuderverfahren von Tubus System geht noch weiter: Externe Tests zeigen, es widersteht aggressiven Chemikalien, besitzt eine eigene Statik, hält nachweislich 50 Jahre und hat im Vergleich zu anderen Beschichtungsverfahren mit 95°C die höchste Temperaturwiderstandsfähigkeit.
 
In mehreren Schichten ein neues Abwasserrohr bauen? Ja, das funktioniert - sogar vor Ort, ohne die alten Rohre aus den Decken, Böden und Wänden herausreißen zu müssen - nach allen anerkannten Regeln der Technik.

Beschichtungsverfahren für Abwasserrohre

Im Beschichtungsverfahren von Abwasserleitungen wird ein neues Rohr in mehreren Schichten an die Rohrinnenwände des Altrohres gesprüht. Das geschieht über vorhandene Öffnungen im Abwassersystem, wie über die Entlüftungsrohre vom Dach, über Revisionsöffnungen und/ oder über die WC-/Waschtisch-/Badewannenanbindungen. Zwischen den einzelnen Sprühvorgängen liegen Trocknungszeiten, welche in Abhängigkeit von der Temperatur 30- 45 Minuten betragen. Die Anzahl der notwendigen Schichten, um ein neues Rohr-im-Rohr zu bauen, richtet sich nach der Rohrdimension. Während bei DN 50 durchaus 2 Schichten genügen, werden bei DN 200 schon 4 Schichten benötigt, da die Schichtdicke einer einzelnen Sprühschicht zirka 0,5 mm beträgt. Die dadurch entstehende Verkleinerung des Rohrinnendurchmessers liegt innerhalb der Grenzwerte der DIN Vorschrift und stellt somit für dieses innovative Verfahren kein Hindernis dar.

Geprüft und rundherum zugelassen?

Während die Normen von Rohrdimensionen und des Einbaus von Abwasserleitungen in den DIN Vorschriften nachzulesen sind, unterliegen neue Verfahren keiner Norm. Nicht ganz. Denn um Innovationen auch in diesen Bereichen zu unterstützen und gleichzeitig die Qualität beim Kunden zu sichern, prüft das Deutsche Institut für Bautechnik neue Verfahren auf Herz und Nieren. War die Prüfung erfolgreich, ist das Verfahren DIBt zugelassen und somit überall, auch in öffentlichen und kommunalen Gebäuden einsetzbar. Dabei sollten die Planer, Bauherren und TGA Ingenieure darauf achten, dass nicht nur das Material, sondern auch das gesamte Verfahren eine Zulassung erhalten hat. Ebenso wichtig sind zur Sicherung einer gleichbleibenden Qualität sogenannte Fremdüberwachungen, die von unabhängigen, akkreditierten Institutionen vorgenommen werden.

Tubus System - Das Sprühschleuderverfahren

Abwasserleitung sanierenEinige der erforderlichen Nachweise für eine DIBt Zulassung betreffen die Eigenschaften Chemische Beständigkeit, Temperaturwechselbeständigkeit und Abriebfestigkeit. So gibt es Mindestanforderungen an das System, die es zu bestehen gilt. Interessant sind darüber hinaus die Grenzen eines Verfahrens.

Das Tubus System ist ein Beschichtungsverfahren oder besser gesagt ein Sprühschleuderverfahren. Die Idee und Entwicklung kam aus Schweden und ist dort nunmehr seit 20 Jahren im Einsatz. Seit 10 Jahren gibt es dieses Verfahren auch in Deutschland und auch hier wurden mittlerweile viele Projekte, große wie kleine, erfolgreich durchgeführt. In all der Zeit haben die Kollegen nicht nur jede Menge Erfahrungen und Know- How in der Umsetzung von Projekten erworben, sondern auch stets am Verfahren weitergeforscht und vieles verbessert. Angefangen von einem geringeren Lösungsmittel-Einsatz, um die Umwelt zu schonen, bis hin zu neuen Pumpen, die zum Einsatz kommen. Doch wo ist die Grenze des Verfahrens? Um dies zu erfahren, haben wir einige weitere Tests durchgeführt.

Die harten Fakten

Hier kommen die Ergebnisse:

Chemische Beständigkeit:

Durch die Abwasserrohre fließen nicht nur Fäkalien und verunreinigtes Brauchwasser. Es muss auch Waschmitteln, WC-Reinigern und in Krankenhäusern sogar gegen jede Menge andere aggressive Chemikalien bestehen. Daher erbringt dieser Test den Nachweis, dass das neue Rohr-im-Rohr chemisch beständig ist:

  • Testumgebung: erfolgte über die Zugfestigkeit und Reißdehnung im Zugversuch nach DIN EN ISO 527-4:1997-07 sowie der Charpy-Schlagzähigkeit nach DIN EN 150 179-1:2010-11
  • Ergebnis: im Vergleich mit anderen Rohrwerkstoffen als gut bzw. „geringer Einfluss der Prüfmedien“ mit „kaum wahrnehmbaren Änderungen“ 

Statik:

Da die alten Rohre als Formgeber für die neuen Abwasserleitungen genutzt und teilweise auch größere Schäden - entsprechend vorbehandelt - abgedeckt werden, muss das neue Rohr im Falle einer Sammelleitung bei einer Verstopfung die Last des Wassers einer Geschosshöhe sowie die Last des Fallrohres tragen können. Dieser Test zeigt, dass das neue Rohr nicht nur eine Beschichtung ist, sondern eine eigenständige Statik besitzt.

  • Testumgebung anlehnend an DWA-A 143-2*:
  • Ergebnis: Spannungsnachweis in Axialrichtung und in Umfangsrichtung sowie maximale Vertikalverformung weit unterhalb der Mindestanforderungen

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Abriebfestigkeit:

Wie lange hält so ein neues Rohr-im-Rohr? Wäre es nicht besser, komplett neue Abwasserrohre einzubauen? Dieser Test simuliert eine Gebrauchslast von ca. 50 Jahren. 

  • Testumgebung in Anlehnung an die DIN EN 295-3 (Darmstädter Kipprinne);
  • Ergebnis: mittlerer Abrieb von 0,34 mm = 50 Jahre Haltbarkeit, visuell keine Schädigungen an der Tragstruktur sowie Freilegung von Glasfasern, Lochkorrosion, Risse oder Schichtentrennung

Temperaturwechselbeständigkeit:

Sei es das Abwasser aus der Waschmaschine beim Kochwäscheprogramm oder das Kartoffelkochwasser: Die Abwasserrohre müssen teilweise extremen Temperaturen widerstehen ohne ihre Form zu verändern oder Strukturschäden in Form von Rissen und Brüchen davonzutragen.

  • Testumgebung: DIN EN 1055:1996-03
  • Ergebnis: Dichtigkeitsprüfung bis 95°C bestanden

Das Fazit:

Das Sprühschleuderverfahren von Tubus System mit seinem eingesetzten glasfaserverstärkten Polyesterkunststoff ist sehr gut chemisch beständig, baut ein neues Rohr mit eigener Tragfähigkeit, welches 50 Jahre haltbar ist und Temperaturen bis zu 95 °C standhält.

Haben Sie Probleme mit Ihren innerhäuslichen Abwasserrohren, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter- sogar im Falle von maroden Asbestrohren sind wir Ihr Profi zur Abwasserrohrsanierung.

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*Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden; Teil 2: Statische Berechnung zur Sanierung von Abwasserleitungen und -kanälen mit Lining- und Montageverfahren; Juli 2015

 

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