Marode Abwasserrohre in Krankenhäusern

Abwasserrohre und Hygiene

Auch in Krankenhäusern können marode Abwasserrohre zum einem Problem werden. Neben Schäden an der Bausubstanz ist hier die Kontamination durch die Freisetzung von pathogenen Erregern eine zusätzliche Gefahr. Wartung und Sanierung der Abwassersysteme sollten somit einen hohen Stellenwert einnehmen. Tubus System saniert hier Abwasserrohre minimalinvasiv mit einem individuellen Hygienekonzept.

In Krankenhäusern gelten hohe Hygienestandards und doch machen sogenannte Krankenhauskeime immer wieder Schlagzeilen. Keime wie Enterokokken, Pseudomonas aeruginosa und Staphylokokken verbreiten sich unter anderem aufgrund mangelnder Hygienemaßnahmen und falsch angewendeter Antibiotika. Insbesondere ist die Zunahme von antibiotikaresistenten Keimen, wie den Methi­cillin-resis­tenten Staphy­lo­kokken (MRSA) bedenklich. Für den Menschen sind die Folgen einer solchen Krankenhausinfektion oft Wundinfektionen und Sepsis sowie Atemwegs- und Harnwegsinfekte. So kommt es in Deutschland jedes Jahr zu geschätzten 400.000 bis 600.000 Infektionen - allein durch multiresistente Keime (RKI 2019).

Krankenhauskeime im Abwasser

Pathogene Erreger finden sich auch im Abwasser wieder. Besondere Abwasserbehandlungsanlagen in Kliniken sind nur für spezielle Einrichtungen vorgeschrieben. Somit wird das Abwasser überwiegend über die öffentliche Kanalisation der jeweiligen kommunalen Kläranlage zur abschließenden Behandlung zugeleitet. Die Eliminationsleistung gängiger Kläranlagen für antibioti­karesistente Bakterien liegt bei etwa 90 bis 99 Prozent, sodass das Risiko einer Umweltkontamination äußerst gering ist (Bayrischer Landtag 2020).

Das Risiko maroder Abwasserleitungen

Doch wie verhält es sich bei maroden Abwasserleitungen? Zumeist nicht sichtbar verlaufen die Abwasserleitungen hinter den Wänden, über der Decke oder unter dem Boden. Marode Abwassersysteme zeichnen sich durch häufige Rohrverstopfungen, Rissbildungen oder gar kollabierende Rohrabschnitte aus. So kann kontaminiertes Abwasser über Schadstellen aus dem geschlossenen System entweichen und jene Keime im Krankenhausbereich freisetzen. Um dies zu verhindern, muss das Abwassersystem stets überwacht, gewartet bzw. rechtzeitig saniert werden.

Kamerabefahrung zur Prävention

Eine Kamerabefahrung der Abwasserrohre ist eine zerstörungsfreie Methode, um den Verschleißzustand der Abwassersystems eines Gebäudes genau zu überprüfen. Das kann die Gesundheitseinrichtung vor möglichen oder weiteren Schäden bewahren und trägt dazu bei, die hohen Hygienestandards im Hause aufrecht zu erhalten.

Tubus System dokumentiert

Die von Tubus System durchgeführte Videoinspektion von Abwasserleitungen stellt daher die perfekte Lösung für all jene dar, die wie Krankenhäuser regelmäßig überwacht werden müssen. So wird sichergestellt, dass die technische Gebäudeausrüstung insbesondere die Sanitärtechnik gerade in so sensiblen Bereichen wie in Gesundheitseinrichtungen ohne große Störfälle arbeitet. Dank einer Kamerabefahrung können Undichtigkeiten und Problembereiche in den Abwasserleitungen schnell gefunden und in einem Bericht dokumentiert werden.

Tubus System saniert

Sollte die anschließende Empfehlung Sanierung lauten, kann auch hier zerstörungsarm ohne größere Eingriffe in die Bausubstanz und vor allem ohne Schließung der betroffenen Gebäudeeinheiten agiert werden. Mit dem Sprühschleuderverfahren wird vor Ort über vorhandene Öffnungen im Abwassersystem, wie der Dachentlüftung, der Revisionsöffnung oder der WC- bzw. Waschtischanbindung, ein neues Rohr in das Alte gebaut. Dazu wird ein glasfaserhaltiger Polyesterkunststoff auf die Rohrinnenseite des Altrohres aufgebracht. In mehreren Schichten entsteht ein formschlüssiges neues Rohr, welches in bauphysikalischer und bauchemischer Sicht der alten Abwasserleitung in Nichts nachsteht. Eine hohe chemische Beständigkeit, eine eigene Statik, eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit des Materials sowie ein hoher Widerstand gegen Abrasionen (Stoß- und Abschürfresistenz) verlängern die Lebensdauer des Altrohres um weitere 50 Jahre. Alle gängigen DIN Normen, auch bezüglich des Rohrinnendurchmessers, werden eingehalten.

Sanierung im laufenden Betrieb?

Um den Aufwand einer Sanierung möglichst gering zu halten, wird im laufenden Krankenhausbetrieb saniert. Eine herkömmliche Strangsanierung würde die Schließung einer Einrichtung zur Folge haben, da der Rausriss mit einer hohen Lärmbelästigung aber auch Keim- und Staubbelastung einhergeht. Die Einteilung der betroffenen Gebäudeeinheiten in kleine Bauabschnitte reduziert den finanziellen Ausfall, die Arbeiten ohne Eingriff in die Bausubstanz minimiert die Geräuschbelastung und die unerwünschten Freisetzung von Staubpartikeln. Der Keimbelastung durch das Arbeiten am Abwassersystem wird mit Hilfe eines individuellen Hygienekonzeptes minimiert. Dies reicht vom abgeschirmten Arbeiten über Luftreinigungsfilter bis hin zur hygienischer Schutzkleidung.

Haben Sie Probleme mit Ihrem Abwassersystem oder möchten sicherstellen, dass keine Gefahr von Ihren Abwasserleitungen ausgeht, kontaktieren Sie uns.

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