Schlauchliner mit dem Tubus System überbauen

Defekter Schlauchliner

Warum wir Schlauchliner übersprühen

Nicht fachgerecht gesetzte Liner oder Liner in einem komplett veralteten Rohrsystem können mit dem Rohr-in-Rohr Verfahren überbaut werden. Nach einer Vorbehandlung zur Sicherstellung einer ebenen Oberfläche kann das Sprüh-Schleuderverfahren von Tubus System zum Einsatz kommen. Das Material haftet fest an der Lineroberfläche und verhindert so und durch den Bau eines durchgehenden, neuen, selbsttragenen Rohres Hinterläufigkeiten. Obenstehendes Foto zeigt das Altrohr samt Linermaterial und die erste von insgesamt 3 Sprühlagen des Sprüh-Schleuderverfahrens.

Ja, denken jetzt einige, nun schreiben die einen Bericht darüber, dass Schlauchlining schlecht und Tubus System das Beste ist. Nein, machen wir nicht. Bereits im Vorfeld hatten wir einen Bericht über beide Verfahren veröffentlicht, die Vor- und Nachteile aufzeigen und beschreiben, dass jedes Verfahren seine Daseinsberechtigung hat. In diesem Artikel geht es um Kundenanfragen, die Probleme mit defekten Kurzliner hatten oder ein mit Linern repariertes Abwassersystem nun komplettsanieren lassen wollten.

Kurzliner zur Reparatur

Das Setzen von Kurzlinern ist ein Reparaturverfahren, um einzelne schadhafte Rohrabschnitte wieder einsatzfähig zu machen. Ist dies fachmännisch geschehen, haben Sie über einen langen Zeitraum Ruhe mit Ihrem Abwassersystem. Nun gibt es jedoch einen Grund, warum die Rohre repariert werden mussten – zumeist ist es der, dass die Abwasserrohre veraltet waren und ihren Dienst getan haben. Das Setzen von Kurzlinern zögert hier eine Komplettsanierung um einige Zeit hinaus. Doch irgendwann kann nicht mehr geflickt und geklebt, dann muss saniert werden. Dann kommen Kunden zu uns und fragen eine Komplettsanierung an. In diesem Fall können wir den Kurzliner belassen wie und wo er ist und übersprühen ihn mit den insgesamt drei Aufbaulagen des neuen Rohr-im-Rohr.

Ausgefranste Schnittkanten werden hinterläufig

Es gibt jedoch weitere Gründe: So erhielten wir eine Anfrage von einem Kunden, der einen zwei Meter Kurzliner vor erst 3 Jahren hatte setzen lassen. Hier kam es zur Hinterläufigkeit, sprich das Abwasser hatte einen Weg gefunden, zwischen Liner und Rohrwand zu gelangen und wieder aus der Schadstelle zu entweichen. Wie konnte das passieren? Am oberen Ende des Liners gegen Fließrichtung des Abwassers stand die Schnittkante etwas ab. So etwas passiert, wenn der Liner nicht ausreichend in Harz getränkt und/oder nicht fachmännisch in den Fallstrang verbracht wurde. Durch den ständigen Fluss des Schmutzwassers franste der Kurzliner an dieser Stelle aus und höhlte aus, sodass das Abwasser zwischen Liner und Rohrwand gelang. In einer anderen Kundenanfrage führt dies sogar dazu, dass der Kurzliner in sich zusammenfiel und die ehemalige Schadstelle freigab. Zusätzlich behinderte er in diesem Zustand den Durchgang des Abwassers und führte zu einer Rohrverstopfung.

Zu kurz gelinerte Regenfallleitung

Ein anderer Kunde hatte sich eine Regenfallleitung linern lassen. In diesem Fall wurde ein Longliner nicht bis zum oberen Einlauf hochgezogen. Warum auch immer wurde ca. einen Meter vorher aufgehört und das Material nicht fachgemäß am Altrohr verklebt. Das Problem, welches dieser Kunde hatte, war das gleiche. Der Schlauchliner wurde hinterläufig und sackte teilweise zusammen.

Nach Vorbehandlung kann gesprüht werden

In diesen Fällen können wir helfen, vorausgesetzt Sie möchten Ihr Abwassersystem im Ganzen sanieren. Tubus System ist eben KEIN Reparaturverfahren für kurze Rohrabschnitte. Wir fräsen das ausgefranste Material oder auch Falten, die durch das Linersetzen entstanden, weg. Haben wir eine homogene und glatte Oberfläche erhalten, können wir problemlos das neue Rohr bei Ihnen vor Ort entstehen lassen. In mehreren Sprühlagen mit kurzen Trocknungspausen entsteht so ein selbsttragendes neues Abwasserohr - je nach Rohrdimension mit einer Schichtdicke von 2,4 bis 5 mm.

Schwachpunkt Anbindung

Ein weiterer Schwachpunkt beim Schlauchlining sind die Anbindungen. Hier muss ein nahtloser Übergang zum Hauptstrang hergestellt werden. Durch das Setzen von sogenannten „Hütchen“ wird dies sichergestellt. Das Auffräsen des Liners an den Stellen der Anbindungen und das Setzen dieser Hütchen ist gerade bei Abwasserleitungen geringer Dimension (z.B. DN 50) sehr aufwändig und je nach Leitungsverlauf auch sehr knifflig. Da gibt es durchaus Kollegen in der Branche, die auf das Hütchensetzen verzichten. Mag an der einen oder anderen Stelle funktionieren, doch meistens kommt es an dieser Stelle zur Hinterläufigkeit.

Entweder oder?

Nun mag man meinen, setzen wir einfach mit dem Sprüh-Schleuderverfahren an dieser Stelle an = Hauptstrang gelinert und Anbindungen werden gesprüht. Das funktioniert leider nicht. Der Liner im Hauptstrang hat andere Materialkennwerte als unser Material. Die Bewegungen des Linermaterials durch Temperaturschwankungen (Ausdehnung und Zusammenziehen) entsprechen nicht denen des Tubus Systems. Während dies auf geraden Strecken kein Problem darstellen würde, sieht es an einer solchen Schwachstelle wie dem Scheitelpunkt einer Anbindung anders aus. Hier würde der Übergang vom Liner zum Tubus System reißen oder brechen. Dies funktioniert nur, wenn Hütchen gesetzt wurden oder wenn wir die Anbindungen samt Hauptleitung komplett sanieren.

 

Sollten Sie Probleme mit Ihrem Abwassersystem haben, setzten Sie sich mit uns in Verbindung.

 

Sollten Sie mehr über das Sprüh-Schleuderverfahren von Tubus System wissen wollen, bitte hier entlang.

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