50 Jahre Nutzungsdauer der neuen Rohre bestätigt

Das Rohr im Rohr

Das Rohr im Rohr - 50 Jahre Nutzungsdauer

„Haltbar wie ein neues Rohr“ – so beschreiben wir unser Produkt auf der Webseite oder in Printbroschüren. Dies hat uns die schwedische Bauartgenehmigung SITAC bestätigt. Nun haben wir uns diese Aussage zudem von einem deutschen unabhängigen Prüflabor bestätigen lassen. Testen kann man die Nutzungsdauer eines Abwasserrohres über die Abriebfestigkeit mit einem sogenannten Abriebtest.

Die Abriebfestigkeit und ihre Einflussfaktoren

Die Abriebfestigkeit wird als die Widerstandsfähigkeit von festen Oberflächen gegenüber einer mechanischen Beanspruchung bezeichnet. Beeinflusst wird sie von den Oberflächeneigenschaften der beteiligten Stoffe, wie die Rauheit und die Härte des Werkstoffs. Sie bestimmt unter anderem die Fließfähigkeit und die Wartungsfreundlichkeit des neuen Rohres. Zu letzterem gehört, dass eine erhöhte Bildung von Inkrustationen bzw. Ablagerungen vermieden werden soll. Auch Abtragungen des Werkstoffes aus dem neuen Rohr sollten möglichst gering gehalten sein, damit diese nicht undicht oder zerstört werden.

Neben den Eigenschaften des Abwasser-Feststoffgemisches, wie der Fließgeschwindigkeit oder auch deren Zusammensetzung (Korndurchmesser) wird das Abriebverhalten durch folgende Rohrkenngrößen beeinflusst:

·         Rohrwerkstoff,

·         Rohrnennweite,

·         Spannungs- bzw. Dehnungszustand des Rohrwerkstoffes.

 

Der Prüftest Darmstädter Kipprinne

Da es momentan keine Norm für die innerhäusliche Abriebfestigkeit von Abwasserrohren gibt, wurde für einen aussagekräftigen Test im Labor auf eine Norm für erdverlegte Rohre zurückgegriffen – der Darmstädter Kipprinne nach DIN EN 295-3. Dieser Test simuliert eine Gebrauchslast von 50 Jahren.

Dazu wurde ein sanierter Rohrabschnitt der Dimension DN 200 mit einer Länge von ca. 1 Meter  herangezogen und ein Sand-Kies-Wasser-Gemisch in 100.000 Kipp-Intervallen durch das Rohr befördert, um abschließend den Abrieb zu messen. Dies entspricht einem Lastfall, welcher in innerhäuslichen Abwasserrohren eigentlich eher weniger anzunehmen ist. Besteht unser Rohr im Rohr diesen Test, können wir mehr als sicher sein, dass eine Nutzungsdauer von 50 Jahren möglich ist.

Aussage über die Nutzungsdauer bestätigt

An der Sohllinie des Abwasserrohres gemessen, also dort, wo die Belastung durch das Sand-Kies-Wasser Gemisch am größten war, wurde ein mittlerer Abrieb von 0,34 mm am Tubus System Rohr festgestellt. Bei einer Minimalschichtdicke von 2,5 (laut unserer DIBt Zulassung) entspricht die Schichtdicke somit nach 50 Jahren Nutzungsdauer noch immer 2,16 mm. Im Vergleich: Ein Steinzeugrohr hat einen mittleren Abrieb von 0,5 mm und ein Betonrohr von 0,3 mm. Einen sehr geringen Abrieb hat hingegen ein PP (Polypropylen) Rohr mit 0,06 mm im Mittel.

Bei der visuellen Begutachtung der Innenschicht nach der abrasiven Belastung wurden zudem keine Schädigungen an der Tragstruktur sowie Freilegung von Glasfasern, Lochkorrosion, Risse oder Schichtentrennung am Tubus System Rohr festgestellt.

 Abriebtest Abwasserrohr

Rohrmuster vor (links) und nach (rechts) des Abrasionsversuchs (Foto: Siebert & Knipschild)

Damit hat das Tubus System Rohr diesen Test mit Bravour bestanden. Stolz können wir weiterhin verkünden: Tubus System Rohre sind haltbar wie ein neues Rohr. Ohne Wände und Fußböden aufreißen zu müssen, ist und bleibt unser Verfahren eine wirkliche innovative Alternative zu herkömmlichen Strangsanierung.

 

Übrigens: Unserem Material ist verfahrensbedingt ein Wachsanteil beigemischt. Dieser hat den positiven Nebeneffekt, dass nach Sanierung der Abwasserrohrleitungen die Bildung von Inkrustationen bzw. Ablagerungen weit herausgezögert wird.

 

Quellen:

KRV - Kunststoffrohrverband e.V., Bonn (2017): Abriebverhalten, Abriebfestigkeit, Abrasion, Wandrauheit

Siebert & Knipschild (2020): Bericht-Nr. 2089343 - Materialuntersuchung als baubegleitende Maßnahme zur Fremdüberwachung.

 

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