Anhaftungen nach Sanierung

Können sanierte Abwasserrohre auch verstopfen?

Der Sprühvorgang für das Rohr in Rohr System erfordert Handarbeit. Die daraus resultierenden leichten Unebenheiten der Oberfläche beeinträchtigen nicht die Funktionalität des neuen Rohres. Durch den Lotos-Effekt der neuen Rohrinnenwand werden nach der Sanierung Anhaftungen minimiert, sodass die anschließende Wartung nur noch hydraulisch erfolgen muss.
 
An der Rohrinnenwand von Abwasserrohren kann so einiges hängen bleiben, vor allem an schadhaften Leitungen. Durch Brüche, Risse und Löcher entsteht eine Oberfläche, an der sich neben großen, sperrigen Gegenständen auch kleinste Feststoffe festsetzen können. Durch den Fließwiderstand bauen sich Barrieren im Abwasserrohr auf, die nach einiger Zeit zu Verstopfungen führen können.

 

Vor der Rohrsanierung werden diese Anhaftungen von der Rohrinnenwand entfernt und durch die Rohrsanierung die Oberfläche geebnet. Dann heißt es wieder: Rohr frei! Doch welche Auswirkungen haben leichte Unebenheiten auf die Funktionalität der sanierten Abwasserrohre? Und wie kann oder sollte man sanierte Abwasserrohre warten?

Hochtechnisiert und trotzdem Handarbeit

Mit dem Tubus System Verfahren wird ein neues Rohr an die Innenseite des Altrohres gesprüht. In zwei bis drei Lagen wird somit eine Schichtdicke von 2,4 mm bis 5 mm je nach Rohrdimension erreicht. Das Material dafür ist ein glasfaserverstärkter Polyesterkunststoff, welcher besonders stoßfest sowie resistent gegen Chemikalien und Abrasionen (Abschürfungen) ist. Das Verfahren selbst ist hochtechnisiert. Speziell entwickelte Pumpen, Sprühköpfe und weiteres Inventar kommen zum Einsatz. Dennoch, das Aufsprühen der einzelnen Schichten bleibt eine Handarbeit. Jede kleinste ruckartige Bewegung führt hier im Sprühbild zu einer leichten Unebenheit.

Alte Gussrohre sanieren - Die Übung machtsMit Winch sanieren

Mit der Winch, einer Rolle zum unterstützenden Führen des Equipments, verbessert sich das Sprühbild (siehe Foto). Der Sprühkopf kann so viel gleichmäßiger geführt werden. Nun stellt sich die Frage, warum dieser Vorgang nicht komplett automatisiert wird. Die Antwort: Jedes Abwasserrohr hat in der Regel Versätze, Bögen, Muffen oder auch einen Dimensionswechsel. Alle Einbauten, die vom geraden Fallrohr abweichen, erfordern eine andere Handhabung des Equipments. An manchen Stellen hakt es, an anderen Stellen muss eine Zehntelsekunde langsamer gesprüht werden. Es bedarf viel Fingerspitzengefühl und monatelanges Training ein gleichmäßiges Sprühbild und eine hohe Qualität zu erreichen. Dafür werden unsere Techniker intern mindestens sechs Monate geschult.

 

TV Inspektion Rohrsanierung Große Feststoffe haben keine Chance mehr

Auf den TV Dokumentationen, die wir an unsere Kunden senden, sind diese Unebenheiten deutlich zu sehen und werfen bei dem/der einen oder anderen Fragen auf. Nun, bei der Kamerabefahrung sind diese Aufnahmen in achtfacher Vergrößerung gefilmt worden, um genau zu erkennen, ob jede Schadstelle abgedeckt wurde (siehe Foto). Die Unebenheiten sind in Realität deutlich kleiner, besitzen keine Angriffspunkte mehr bei denen sich größere Feststoffe absetzen oder anhängen können. Und die kleinen und feinen Feststoffe?

Bei den kleinen Schmutzteilchen greift der Lotos-Effekt

Auch kleine Feststoffe haben viel weniger Chancen. Das liegt am sogenannten Lotos-Effekt. Dieser bezeichnet eine geringe Benetzbarkeit einer Oberfläche, wie sie bei der Lotospflanze beobachtet werden kann. Das Wasser perlt in Tropfen von den Blättern ab und nimmt dabei auch alle Schmutzpartikel der Oberfläche mit. Ebenso verhält es sich mit der Oberfläche der neuen Innenrohrwand. Ein Check in eine Abwasserleitung, welche wir vor 10 Jahren sanierten, ergab: Die Abwasserrohre hatten nach 10 Jahren Einsatz noch immer unsere typische gelbe Materialfarbe. Sie sahen fast so aus, als wären sie gerade neu saniert.

Normale Wartung der sanierten Rohre möglich

Damit beantwortet sich auch die letzte Frage, wie man mit Tubus System sanierte Abwasserrohre warten sollte. Trotz Lotos-Effekt sollten auch unsere sanierten Rohre in gewissen Abständen gereinigt werden. Inkrustierungen, wie Urinzungen, die durch das permanente Anschwemmen von kleinen Feststoffteilchen und deren chemischen Zusammensetzung entstehen, bleiben weitgehend aus. Somit wird eine elektromechanische Reinigung mit der Kettenschleuder nicht notwendig werden. Sollte der Rohrreiniger schon mal dabei sein und die nicht sanierten Rohre reinigen, besteht keine Notwendigkeit das Reinigungsverfahren zu ändern. Er kann auch die mit dem Tubus System sanierten Abwasserrohre mit der Kette bearbeiten, denn das Material ist genauso schlagfest wie das herkömmliche Rohrmaterial. Empfehlen tun wir allerdings immer die rohrschonende Hochdruckreinigung. Hier wird mittels hohem Wasserdruck hydraulisch die Rohrinnenwand von Verunreinigungen gesäubert.

Sie möchten Ihre Abwasserrohre nachhaltig sanieren? Rufen Sie uns an.

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